Veranstaltungsreihe zu TTIP im ZGV

attac Mainz und Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung laden ein die geopolitischen Auswirkungen der “Freihandelsabkommen” zu diskutieren.
Die Veranstaltungen finden im ZGV in der Albert-Schweitzer-Straße 113-115 statt.

01 | Geostrategische  Ziele

Von Clinton heißt es, sie stelle sich eine «ökonomische NATO» vor …
… Mir gefällt die Idee einer ­«ökonomischen NATO», da sie finanz­poli­tische Probleme mit Wachstum und Expansion behandelt.* (Washington Post 05/12/2012)

Podiumsdiskussion: Mittwoch 23.09.2015 19:00 Uhr
Klaus-Dieter Frankenberger
Leiter der Auslands­redaktion der Frankfurter ­Allgemeinen Zeitung
Prof. Dr. Heribert Dieter
Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin

«Wirtschafts–NATO» in einer globalisierten Welt oder multilaterale Handelsverträge?
Die Frage, wie die westlichen Industrieländer auf die beobachtete und teilweise gefürchtete Machtverschiebung («Power-shift») zugunsten von China reagieren sollten, ist erst langsam zum Kernpunkt in der Diskussion über die transatlantischen Handelsabkommen zwischen den USA, Kanada und der EU geworden. Führende Politiker/innen und Wirtschaftsvertreter/innen betonen, dass mit TTIP und CETA weltweite Maßstäbe gesetzt werden sollen um damit zur «politischen Gestaltung der wirtschaftlichen Globalisierung und zur Durchsetzung westlicher Werte beizutragen» (Sigmar Gabriel).
Insbesondere in Europa ist die Sorge groß, dass ohne eine stärkere transatlantische Allianz, die EU als Wirtschaftsraum und in ihrer geopolitischen Bedeutung abgehängt wird. Auf beiden Seiten des Atlantiks gibt es aber auch ernsthafte Zweifel, ob bilaterale Verträge dafür der richtige Weg sind oder ob der Weg zu einer neuen Welthandelsordnung nicht doch über multilaterale Verhandlungen führen muss.

02 | Geopolitische  Auswirkungen

zgv02Stärkung westlicher Werte oder ­Gefahren für den Weltfrieden

Vortrag und Diskussion: Mittwoch 30.09.2015 19:00 Uhr
Dr. Boniface Mabanza
Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), Heidelberg

Die Entwicklungs- und Schwellenländer sitzen nicht mit am Verhandlungstisch. Sie werden aber, wenn TTIP und CETA in Kraft treten, erheblich davon betroffen sein. Das wird nicht nur von den Drittländern befürchtet, sondern ist auch von den transatlantischen Partnern so gewollt. Sie gehen dabei davon aus, dass alle Länder, die sich den Standards anpassen, die in den transatlantischen Handelsverträgen festgelegt werden, davon auch selbst profitieren werden. Das würde allerdings voraussetzen, dass sie, z. B. durch äquivalente Anerkennung ihrer Standards zumindest für einen längeren Übergangszeitraum und entsprechende Erleichterungen beim Marktzugang eine faire Chance für eine aufholende Entwicklung und Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit erhalten.
Zahlreiche Entwicklungsexperten und Vertreter betroffener Länder befürchten allerdings, dass die Abkommen und die damit angestrebte weitere Liberalisierung des Welthandels eher dazu beitragen, die Kluft zwischen armen und reichen Ländern zu vertiefen und in den Drittländern zu wachsenden sozialen Spannungen und gesellschaftlich und ökologisch destruktiven Folgen beitragen werden.

03 | THERE IS NO ALTERNATIVE?

kreis-03-01Vom Pessimismus der Erkenntnis zum Optimismus des Wollens*

Vortrag und Diskussion: in Planung für Oktober

Welche Alternativen zu den geplanten und ausgehandelten Freihandelsabkommen gibt es und welche Auswirkungen hätten deren Umsetzung, beispielsweise eines alternativen Handelmandates, in einer Gesellschaft, die sich bisher über Wirtschaftswachstum definiert hat.

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